Unser Konzert in der Villa Veranda, einem ehemaligen Bordell, war so ziemlich unser bestes bisher. Das empfinden wir so und das sagen unsere Gäste. Das liegt am stimmungsvollen Ambiente, an der Verständlichkeit der Texte und am besten Publikum, das man sich vorstellen kann.

Wir von schokant haben etwas ganz Besonderes: unser Publikum – also jene Menschen, die immer wieder dabei sind, unsere Texte schon können, engagiert mitsingen, meinen Anekdoten zwischen den Songs lauschen, obwohl sie diese vielleicht schon einige Male gehört haben.

Ich möchte “Danke” sagen – allen Menschen, die uns schon so lang begleiten und jenen, die extra dazugekommen sind, um sich auf uns einzulassen. Ohne euren Gesang, ohne euer Mitklatschen wäre schokant nicht das, was es ist. Überzeugt euch selbst am Beispiel von “Kalokagathia”, dem Prinzip des Schönen und Guten:

Oder “Danke, gut!” – die einzig richtige Antwort auf die Frage “Wie geht’s?”

Ja, ich kündige unsere Konzerte nicht in dem regionalen Medium, für das ich arbeite, an. Und es gibt auch keinen Nachbericht. Ein lieber Besucher unserer Konzerte hat daher einen Gastkommentar für das Medium verfasst, den ich auch hier bringen darf:

“Es zeugt von einem natürlichen Maß an Bescheidenheit, wenn man als Redaktionsleiterin eigene Veranstaltungen weder ankündigt noch kommentiert. Dennoch wäre es schade, wenn ein so besonders stimmiger, musikalischer Abend unerwähnt bliebe. Am 9. Mai spielte Simone Göls mit ihrer Combo „Schokant“ in der „Veranda“ in Hadersdorf am Kamp auf.

Der Titel „Frauen-Punk vorm Muttertag“ war Programm. Gemeinsam mit Reinhard Spiegl am Bass und Karin Hauk an der Cajon rockte sie die Villa mit sehr persönlichen, satirischen und gesellschaftskritischen Songs zwischen Rock und Punk. Und das vor ausverkauftem Haus (soweit dieser Begriff bei „freier Hutspende“ überhaupt passend ist). Dieses war früher übrigens einmal ein Bordell und wurde von Alice Zunderland liebevoll renoviert und wird heute als Veranstaltungslokal betrieben.

Ich habe schon einige Konzerte von Simone Göls besuchen dürfen, doch war die Stimmung in dieser Salon-Atmosphäre wirklich besonders. Vom mitsingenden Publikum motiviert folgte eine Zugabe der nächsten, sodass wir erst nach 3 genussvollen Stunden in die laue Nacht entlassen wurden. Das nächste Konzert von „Schokant“ ist übrigens am 27. Juni um 19 Uhr im Pfarrstadel in Feuersbrunn.”

Tobias Steirer, Krems

Ein weiterer Song: “Ich fühle mich von euch verarscht”. Kapitalismuskritik und Kritik an der manipulativen Seite von Werbung, Marketing etc.

Am Ende unserer Setlist steht meistens die “Nachtwacht”. Ein meditativer Song, durch den wir in einen schönen Flow kommen, sodass wir die Nummer gerne auf mehr als zehn Minuten ausdehnen. Zudem stelle ich meistens die Bandmitglieder zur Musik vor:

Das nächste Konzert kommt bald: Am Samstag, 27. Juni um 19 Uhr spielen wir im Pfarrstadel in Feuersbrunn am Wagram. Ich freue mich, wenn Ihr wieder dabei seid!

  • Unser Konzert am 27. Juni
    Am Samstag geht es in Feuersbrunn feurig zu, denn wir haben wieder eine Menge Lebensweisheiten und Gschichtln in unseren Gitarrensäcken. Hier gibt es sie alle zum Vor-oder Nachlesen. Denn – wie Ihr wisst – gibt es bei uns keinen Song ohne Anekdoten und fast kein Erlebnis, das nicht einen ordentlichen Song verdient hat.
  • Meine Sicht auf das Prinzip der Vergebung
    Der Vergebung wird eine große heilende Kraft nachgesagt. Ich halte diesen Terminus nicht in allen Fällen für angebracht. Meiner Erfahrung nach kann das Wort “Vergebung” wie eine Einladung klingen. Weil ich mich selbst ohne fatalistischen Masochismus von Groll befreien will, halte ich den Ausdruck „In-die-Irrelevanz-entlassen“ für gesünder.
  • Ist das Gras anderswo wirklich grüner oder ist es g’hupft wie g’hatscht, wo man ist?
    Bitte schau mal über dieses attraktive Gartentürl: Sind Gras und Blätter da drinnen nicht um einiges grüner als bei dir zuhause? Nein? Tja, was bedeutet denn dann das sogenannte… Read more: Ist das Gras anderswo wirklich grüner oder ist es g’hupft wie g’hatscht, wo man ist?
  • Noch nicht reif
    Da ist eine Sache schon viele Jahre her und trotzdem wurmt sie einen noch. Das ist doch nicht normal! Vielleicht liegt es daran, dass wir jetzt immer noch über unsere Fehler sprechen, als wären sie heute noch relevant. Und Schuld ist wieder einmal die Grammatik.
  • Abschied von Papa
    Dieser Simountag steht im Zeichen der Trauer. Trauer ist für mich nichts, wovon man sich ablenken sollte, um auf andere Gedanken zu kommen. Schon gar nicht will ich sie… Read more: Abschied von Papa

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