Es klingt wie Glühbirnen in einem Standmixer: Das Handy 30 cm vor dem Gesicht, die Fresse eines Gesprächspartners am Display und das Handy auf ultra-laut – und das im Zug 20 cm neben meinem Ohr. Geht’s noch? Wann ist es eigentlich normal geworden, alle und jeden immer und überall mit dieser akustischen Verschmutzung zu terrorisieren?

Es klingt, als ob man einen ganzen Strauß Blechdosen brutal über Kopfsteinpflaster zerren oder den Glascontainer entleeren würde – nur meistens viel, viel länger!

Diese Dame telefoniert lautstark (ohne Kopfhörer) bei Hofer. Offenbar braucht sie Einkaufsberatung. Andere Kunden leiden, weil es klingt wie Glasscherben in einem Standmixer.
Da sitzen sie aufgefädelt wie Schwalben auf einer Telefonleitung vor dem Poldi Fitzka in Krems, wischen am Smartphone oder telefonieren, was klingt wie Kies, der auf eine Dachrinne prasselt.

Seid’s ma bitte den bes, aber sogar in Gesundheitseinrichtungen wie Reha-Zentren ist es schon ganz normal, sich am Handy laut Videos anzusehen (und zu horchen), mit Lautsprecher zu telefonieren oder alle anderen mit Musik aus dem Handy zu belästigen. Die Leute sind resistent gegen Bitten um Ruhe.

Ich selbst hab Misophonie, was natürlich kein Mensch im Umfeld versteht oder nachvollziehen kann – und manche Arten von Geräuschen sind für mich unerträglich. Aber ohne diese Art von klirrenden, kreischenden Geräuschen gehts offenbar nimmer.

Bitte! Ein bisschen weniger akustische Verschmutzung! Es werden schon viel zu viele unnötige Geräusche erzeugt. Und diese Geräusche tun wirklich weh.

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