Category: Visionen


  • Meine Sicht auf das Prinzip der Vergebung

    Der Vergebung wird eine große heilende Kraft nachgesagt. Ich halte diesen Terminus nicht in allen Fällen für angebracht. Meiner Erfahrung nach kann das Wort “Vergebung” wie eine Einladung klingen. Weil ich mich selbst ohne fatalistischen Masochismus von Groll befreien will, halte ich den Ausdruck „In-die-Irrelevanz-entlassen“ für gesünder.

  • Ist das Gras anderswo wirklich grüner oder ist es g’hupft wie g’hatscht, wo man ist?

    Bitte schau mal über dieses attraktive Gartentürl: Sind Gras und Blätter da drinnen nicht um einiges grüner als bei dir zuhause? Nein? Tja, was bedeutet denn dann das sogenannte Grass-is-greener-Syndrom? Kennst du wenigstens das? Du siehst einen super Pulli in einem Geschäft – teuer, aber so schön, dass du ihn haben musst. Dann gehört er…

  • Abschied von Papa

    Dieser Simountag steht im Zeichen der Trauer. Trauer ist für mich nichts, wovon man sich ablenken sollte, um auf andere Gedanken zu kommen. Schon gar nicht will ich sie möglichst flott verdrängen, um wieder lustig sein zu können. Ich finde, Trauer gehört intensiv und bewusst durchgestanden. Sie dauert, so lange sie eben dauert – und…

  • Die Philosophie des Gelben Sacks

    Wenn der Müllabfuhrkalender den Abtransport es Gelben Sacks anzeigt, so kann dies mitunter mehr sein, als ein bloßer Akt der Entsorgung – nämlich einer der Reinigung. Heute lasse ich die Protagonistin eines Literaturprojektes andeuten, was die städtische Müllabfuhr mit Seelenheil zu tun haben kann. Bernie Bauer ist die Heldin eines Romanprojekts aus meiner Schublade. Weil…

  • Das renkt sich schon wieder ein

    Es ist nicht selbstverständlich, bei sich zu bleiben, denn der Alltag verlangt nunmal Konzentration auf etwas Anderes. Dieser Post ist eine kleine Erinnerung an ein paar Bewegungen, Handgriffe, Verrenkungen, die helfen, sich (wieder) zu spüren. Als ich wegen meiner Verspannungen etc. auf Reha war, wurde ich gegen Ende immer trauriger, denn der ganz normale Alltag…

  • Die letzte Tulpe vom Hafnerplatz

    Die Geschichte einer Steherin, die sich vom Baustellenbetrieb nicht niedermachen ließ, obwohl alle Blumen ringsum längst niedergemetzelt waren. Wenn Bautrupps anrücken, ist ein Pflanzenleben eigentlich nichts mehr wert, aber diese eine Tulpe blieb einfach stehen. Dank einer achtsamen Retterin fängt sie jetzt ein neues Leben an – bei mir. Anfang April 2026 rückten am Hafnerplatz…

  • Wann es besser ist, unschön zu sein

    Ich sag es mal so: Wer schön sein will, braucht Selbstwert. Denn wer diesen nicht hat, aber dennoch fesch ist, könnte von einer Katastrophe in die andere schlittern, vor der sie/ihn das Fehlen von Attraktivität vielleicht geschützt hätte.

  • Die gute und die schlechte Abhängigkeit

    Der Kapitalismus steht über allem, auch über dem Patriarchat. Oder warum sonst haben Chefs eigentlich noch Besitzansprüche, die Ehemännern von Rechts wegen längst entzogen wurden, weil sie unmoralisch sind? Warum ist es legitim, sich von Unternehmen in einer Art ausnutzen zu lassen, die man in einer Beziehung nicht mehr dulden würde?

  • Positives Festkleben

    Die Lehre von der Macht des positiven Denkens ist schon ein gutes Geschäft. Wer seinem Mindset die alleinige Schuld an allen äußeren Umständen zuschreibt, bleibt vielleicht zu lange in einer toxischen Situation kleben und holt sich eben Hilfe bei Gurus, um sie zu ertragen. Dabei kommt nicht alles Gute oder Schlechte nur von innen.

  • Voll gefoggt

    Voll gefoggt

    Was haben manche Gespräche und Verhandlungen mit Zauberkunst zu tun? Sie entwickeln sich durch Ablenkung ganz anders als erwartet. Wenn der rote Faden im Nebel verschwindet, dann steht ein Gesprächspartner auf und geht, denn er hat erfolgreich „Fogging“ betrieben und somit gewonnen.